Menopause

ist nicht nur Hitzewallungen oder Schlafstörungen

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Viele Frauen denken bei der Menopause zuerst an Hitzewallungen oder Schlafstörungen. Doch fast jede zweite bemerkt mit der Zeit Veränderungen im Genitalbereich oder beim Wasserlassen. Diese Veränderungen haben einen Namen: Genitourinäres Syndrom der Menopause (GSM).

Was passiert bei GSM?

Nach der Menopause sinkt der Östrogenspiegel. Dadurch werden die (Schleim-)Häute der Scheide und Harnwege dünner, trockener und weniger elastisch. Auch die natürliche Schutzflora verändert sich. Das kann zu Beschwerden führen wie:

  • Trockenheit, Brennen oder Juckreiz in der Scheide
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Häufiger Harndrang oder wiederkehrende Blasenentzündungen
  • Brennen beim Wasserlassen
Was hilft?

Lokale Östrogentherapie

  • Cremes, Zäpfchen oder Vaginalringe mit sehr geringer Hormonmenge
  • Wirken direkt dort, wo sie gebraucht werden
  • Keine systemische Wirkung auf den Körper
  • Sehr gute Langzeitsicherheit

Nicht-hormonelle Alternativen

  • Feuchtigkeits- und Gleitgele (z. B. mit Hyaluronsäure oder Milchsäure)
  • Vaginale Pflegeprodukte zur Stabilisierung der Vaginalhaut
  • Laser- oder Radiofrequenztherapie (bei ausgewählten Fällen)
Typische Fragen

„Darf ich Östrogen verwenden, wenn ich Brustkrebs hatte?“ → Das hängt vom individuellen Fall ab. Lokale Therapie ist oft möglich, sollte aber ärztlich abgestimmt werden.
„Wie lange dauert es, bis ich etwas merke?“ → Meist schon nach 2–4 Wochen. Die volle Wirkung tritt nach etwa 3 Monaten ein.
„Muss ich das ewig anwenden?“ → Ja, solange man pflegt, bleibt das Gewebe gesund und elastisch.

Fazit

GSM ist häufig, aber nicht unausweichlich. Mit der richtigen Behandlung kann die vaginale und urologische Gesundheit erhalten – und Lebensqualität zurückgewonnen werden.

Menoqueens
Kostenloser Informationsservice rund um die Welt der Hormone
Prof. Dr. med. Petra Stute, Stv. Chefärztin Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, Frauenklinik Inselspital Bern, Schweiz

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Gedeon Richter (Switzerland) AG, Labatec Pharma SA, Zeller AG.

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