Mikronährstoffe bei Stressbeschwerden

Wie gut wird die Therapie angenommen?

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Referenz
Loviat F, Pavicic E, Bitterlich N, Stute P. Patientacceptance and implementation of micronutrient therapy in women withneurostress-related symptoms. Arch Gynecol Obstet. 2026 Feb 4;313(1):74.

Viele Frauen leiden unter anhaltender Erschöpfung, innerer Unruhe, Schlafproblemen oder Konzentrationsstörungen. Häufig stehen diese Beschwerden im Zusammenhang mit länger andauerndem Stress. Doch wie gut werden Behandlungen mit Mikronährstoffen in diesem Zusammenhang eigentlich akzeptiert?

Eine aktuelle Studie aus dem Menopausenzentrum am Inselspital Bern ist dieser Frage nachgegangen.

Hintergrund

Stress ist eine normale Reaktion unseres Körpers auf Belastungen. Wird Stress jedoch dauerhaft, kann er das hormonelle und nervliche Gleichgewicht stören.
Typische Beschwerden können sein:

  • starke Müdigkeit und Erschöpfung
  • verminderte Stressresistenz
  • depressive Verstimmung oder Ängstlichkeit
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsprobleme („Brain Fog“)
  • Libidoverlust

Es gibt verschiedene Therapieansätze. Ein Ansatz zur Unterstützung bzw. Ergänzung einer bereits etablierten Therapie besteht in einer individuell zusammengestellten Mikronährstofftherapie (z. B. B-Vitamine, Magnesium, Aminosäuren, Pflanzenextrakte). Ziel ist es, hormonelle und nervliche Prozesse zu stabilisieren.
Doch: Eine Therapie wirkt nur dann langfristig, wenn sie von Patientinnen auch angenommen und regelmäßig umgesetzt wird.

Fragestellung der Studie

Wir wollten wissen:

  • Wie gut akzeptieren Frauen mit stressbedingten Beschwerden eine individuelle Mikronährstofftherapie?
  • Hängt die Akzeptanz mit der wahrgenommenen Wirksamkeit zusammen?
  • Spielen Nebenwirkungen oder Informationsdefizite eine Rolle?

Wichtig: Die Studie untersuchte nicht, ob die Therapie medizinisch wirkt – sondern wie sie von den Patientinnen erlebt wird.

Methode
  • 81 Frauen ab 18 Jahren nahmen teil
  • Alle hatten zuvor ein Neurostress-Profil (Speichel-Urin-Test) durchführen lassen
  • Anschließend erhielten sie eine individuell angepasste Mikronährstofftherapie für mindestens 3 Monate
  • Die Akzeptanz wurde mit einem wissenschaftlich validierten Fragebogen (ACCEPT©) erhoben

Untersucht wurden unter anderem:

  • allgemeine Zufriedenheit mit der Therapie
  • Umgang mit Nebenwirkungen
  • Einschätzung der Wirksamkeit
  • Belastung durch die Therapiedauer
  • Informationsstand
  • Einnahmetreue
Ergebnisse
Hohe Gesamtakzeptanz

Die Therapie wurde insgesamt sehr gut angenommen. Der mittlere Akzeptanzwert lag bei 88,9 von 100 Punkten – ein hoher Wert.

Gute Verträglichkeit
  • Nebenwirkungen wurden kaum berichtet
  • Die meisten Teilnehmerinnen empfanden die Therapie als gut verträglich
Therapiedauer als Herausforderung

Während die Einnahme an sich gut akzeptiert wurde, fiel die Bewertung der Therapiedauer etwas niedriger aus. Eine längerfristige Einnahme scheint für manche Frauen eine Hürde darzustellen.
Wahrgenommene Wirksamkeit ist entscheidend
Je stärker die Frauen das Gefühl hatten, dass die Therapie wirkt, desto höher war auch ihre Akzeptanz.
Es zeigte sich ein klarer Zusammenhang zwischen:

  • wahrgenommener Wirksamkeit
  • guter Verträglichkeit
  • hoher Gesamtakzeptanz
Information spielt eine Rolle

Frauen, die sich weniger gut informiert fühlten, bewerteten die Therapie tendenziell kritischer. Gute Aufklärung scheint daher wichtig für die Therapiezufriedenheit zu sein.

Fazit

Die Studie zeigt:

  • Eine individuell angepasste Mikronährstofftherapie wird von vielen Frauen mit stressbedingten Beschwerden gut akzeptiert.
  • Besonders wichtig für die Zufriedenheit sind:
    • das Gefühl, dass die Therapie hilft
    • wenige Nebenwirkungen
    • gute Aufklärung

Herausfordernd bleibt die langfristige Umsetzung über mehrere Monate.

Was bedeutet das?

Neben der Auswahl geeigneter Mikronährstoffe scheint vor allem die ärztliche Begleitung und verständliche Information entscheidend dafür zu sein, ob eine Therapie langfristig erfolgreich umgesetzt wird.
Weitere Studien sollten künftig untersuchen, wie sich die Akzeptanz über längere Zeit entwickelt – und ob die subjektiv empfundene Wirkung auch objektiv messbar ist.

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