
Die Perimenopause ist die Übergangszeit rund um die Menopause. Mit Menopause bezeichnet man die letzte natürliche Monatsblutung im Leben einer Frau. Von einer Menopause spricht man rückblickend erst dann sicher, wenn 12 Monate lang keine Blutung mehr aufgetreten ist.
Die Perimenopause umfasst die Zeit vor dieser letzten Blutung und das erste Jahr danach. In dieser Phase beginnen die Eierstöcke langsam weniger Hormone zu produzieren, und die Hormonspiegel im Körper schwanken stärker als früher.
Meist macht sich der Beginn der Perimenopause zuerst durch Veränderungen der Monatsblutung bemerkbar. Der Zyklus kann zum Beispiel:
Diese Veränderungen entstehen, weil die hormonelle Steuerung des Zyklus weniger gleichmäßig funktioniert. Auch wenn die Veränderung des Zyklusprofils in der Perimenopause ein natürlicher Vorgang ist, müssen aus ärztlicher Sicht andere Gründe für eine Zyklusstörung mitbedacht werden, wie z.B. eine Schwangerschaft bei ausbleibender Periode.
Während der Perimenopause verändern sich mehrere Hormone im Körper:
Diese starken Schwankungen erklären, warum viele Frauen in dieser Zeit verschiedene Beschwerden erleben.
Nicht alle Frauen haben Symptome, aber viele bemerken Veränderungen wie:
Die Intensität dieser Beschwerden ist sehr unterschiedlich. Manche Frauen spüren nur leichte Veränderungen, andere leiden stärker darunter. Auch hier gilt, dass für jedes Symptom auch andere Ursachen neben den Wechseljahren berücksichtigt werden müssen und ggf. eine weiterführende Diagnostik indiziert ist.
Die Perimenopause dauert im Durchschnitt etwa vier bis sechs Jahre, kann aber auch kürzer oder deutlich länger sein. Der Zeitpunkt des Beginns ist individuell verschieden. Häufig beginnt diese Phase Mitte bis Ende 40, manchmal auch früher oder später.
Die Diagnose wird meist anhand der typischen Veränderungen des Zyklus und der Beschwerden gestellt. Blutuntersuchungen der Hormone sind in dieser Phase nur eingeschränkt hilfreich, weil die Hormonwerte stark schwanken und daher an verschiedenen Tagen sehr unterschiedlich sein können.
Die Perimenopause ist eine wichtige Lebensphase, weil sich der Körper hormonell neu einstellt. Dabei gibt es zwei wichtige Punkte:
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