Die Perimenopause

Die Perimenopause ist die Übergangszeit rund um die Menopause

Endokrinologie
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Referenz
Santoro N, Roeca C, Peters BA, Neal-Perry G. The Menopause Transition: Signs, Symptoms, and Management Options. The Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism. 2021.
Gatenby C, Simpson P. Menopause: Physiology, Definitions, and Symptoms. Best Practice & Research. Clinical Endocrinology & Metabolism. 2024.

Die Perimenopause ist die Übergangszeit rund um die Menopause. Mit Menopause bezeichnet man die letzte natürliche Monatsblutung im Leben einer Frau. Von einer Menopause spricht man rückblickend erst dann sicher, wenn 12 Monate lang keine Blutung mehr aufgetreten ist.

Die Perimenopause umfasst die Zeit vor dieser letzten Blutung und das erste Jahr danach. In dieser Phase beginnen die Eierstöcke langsam weniger Hormone zu produzieren, und die Hormonspiegel im Körper schwanken stärker als früher.

Veränderungen des Menstruationszyklus

Meist macht sich der Beginn der Perimenopause zuerst durch Veränderungen der Monatsblutung bemerkbar. Der Zyklus kann zum Beispiel:

  • kürzer oder länger werden
  • unregelmäßig auftreten
  • stärker oder schwächer sein als gewohnt
  • gelegentlich ganz ausbleiben

Diese Veränderungen entstehen, weil die hormonelle Steuerung des Zyklus weniger gleichmäßig funktioniert. Auch wenn die Veränderung des Zyklusprofils in der Perimenopause ein natürlicher Vorgang ist, müssen aus ärztlicher Sicht andere Gründe für eine Zyklusstörung mitbedacht werden, wie z.B. eine Schwangerschaft bei ausbleibender Periode.

Hormonelle Veränderungen

Während der Perimenopause verändern sich mehrere Hormone im Körper:

  • Die Produktion bestimmter Eierstockhormone nimmt allmählich ab.
  • Einige Hormone schwanken stark und können zeitweise sogar höher sein als früher.
  • Andere Hormone aus der Hirnanhangsdrüse steigen an, weil der Körper versucht, die Eierstöcke stärker zu stimulieren.

Diese starken Schwankungen erklären, warum viele Frauen in dieser Zeit verschiedene Beschwerden erleben.

Häufige Beschwerden

Nicht alle Frauen haben Symptome, aber viele bemerken Veränderungen wie:

  • Hitzewallungen und plötzliche Schweißausbrüche
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen oder Reizbarkeit
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Veränderungen im Genitalbereich, z. B. Trockenheit oder Beschwerden beim Wasserlassen

Die Intensität dieser Beschwerden ist sehr unterschiedlich. Manche Frauen spüren nur leichte Veränderungen, andere leiden stärker darunter. Auch hier gilt, dass für jedes Symptom auch andere Ursachen neben den Wechseljahren berücksichtigt werden müssen und ggf. eine weiterführende Diagnostik indiziert ist.

Dauer der Perimenopause

Die Perimenopause dauert im Durchschnitt etwa vier bis sechs Jahre, kann aber auch kürzer oder deutlich länger sein. Der Zeitpunkt des Beginns ist individuell verschieden. Häufig beginnt diese Phase Mitte bis Ende 40, manchmal auch früher oder später.

Diagnostik

Die Diagnose wird meist anhand der typischen Veränderungen des Zyklus und der Beschwerden gestellt. Blutuntersuchungen der Hormone sind in dieser Phase nur eingeschränkt hilfreich, weil die Hormonwerte stark schwanken und daher an verschiedenen Tagen sehr unterschiedlich sein können.

Bedeutung im Alltag und für die Gesundheit

Die Perimenopause ist eine wichtige Lebensphase, weil sich der Körper hormonell neu einstellt. Dabei gibt es zwei wichtige Punkte:

  • Eine Schwangerschaft ist noch möglich, auch wenn die Fruchtbarkeit bereits abnimmt. Deshalb kann eine geeignete Verhütung weiterhin sinnvoll sein.
  • Bei belastenden Beschwerden können Beratung und medizinische Behandlungsmöglichkeiten helfen, die Lebensqualität zu verbessern.

Insgesamt ist die Perimenopause ein natürlicher Abschnitt im Leben, in dem sich der Körper langsam vom fruchtbaren Lebensabschnitt zur Zeit nach der Menopause verändert. Wenn Beschwerden auftreten oder Unsicherheiten bestehen, kann eine ärztliche Beratung hilfreich sein.

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